Qualifizierung zum/zur Berater/Beraterin für die gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase 07.10.2019 – 16.12.2019

Start07.10.2019
Dauer3 Monate
KontaktDr. G. Neumann
Telefon0341 355 276 0
VoraussetzungenBerufsabscchluss und berufliche Praxis
Kosten1235,00 €

Qualifizierung zum/zur Berater/Beraterin für die gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase

Umsetzung der Vereinbarung über Inhalte und Anforderungen der gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte  Lebensphase gemäß § 132g SGB V

 Zielstellung

Die Beratungen zur gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase können durch zugelassene vollstationäre Pflegeeinrichtungen im Sinne des § 43 SGB XI und durch Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung nach § 75 Abs. 1 Satz 1 SGB XII den Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung in den jeweiligen Einrichtungen angeboten werden. Zunehmendes Lebensalter oder chronisch fortschreitende Erkrankungen machen hierfür eine intensive Auseinandersetzung mit Fragen der physischen, psychischen, sozialen und religiösen bzw. spirituellen Unterstützung sowie mit Fragen zu pflegerischen Maßnahmen und medizinischen Behandlungen in Vorbereitung auf die letzte Lebensphase erforderlich.

Ziel der gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase im Sinne des § 132g SGB V ist es, selbstbestimmte Behandlungs-, Versorgungs- und Pflegemaßnahmen am Lebensende sicherzustellen, die den geäußerten Vorstellungen der Betroffenen entsprechen. Die Fortbildung dient der Qualifizierung von fachlich und persönlich geeignetem Personal, dass befähigt werden soll, im Rahmen seiner Zuständigkeiten die Organisations- und Durchführungsverantwortung für den Beratungsberatungsprozess zu übernehmen.

Zugangsvoraussetzungen

Voraussetzungen für die Teilnahme sind

  • das Vorliegen einer Grundqualifikation als Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Altenpfleger/in, Kinderkrankenpfleger/in, Staatlich anerkannte/r Heilerziehungspfleger/in, Staatlich anerkannte/r Heilpädagoge/in, Staatlich anerkannte/r Erzieher/in bzw. einer anderen vergleichbaren Berufsausbildung
  • oder eines einschlägigen Studienabschlusses im Bereich der Gesundheits- und Pflegewissenschaften, der Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften (als Pädagoge/in, Heilpädagoge/in, Sozialarbeiter/in, Sozialpädagoge/in, Psychologe/in, Theologe/in) bzw. als Arzt/Ärztin
  • und der Nachweis einer dreijährigen, für die gesundheitliche Versorgungsplanung einschlägigen Berufserfahrung innerhalb der letzten acht Jahre, die mindestens dem Umfang einer halben Stelle entspricht undin einer vollstationären Pflegeeinrichtung oder einem ambulanten Pflegedienst, einem ambulanten Hospizdienst / ambulanten Kinderhospizdienst (hauptamtliche Koordinatorenkraft), einem stationären Hospiz bzw. Kinderhospiz, einem SAPV-Team, einer Palliativstation oder in einem Palliativdienst im Krankenhaus oder in Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche erfolgte.

Inhalt und Umfang der Weiterbildung

Der Lehrgang gliedert sich in zwei Teile. Er umfasst im ersten Teil die Theoriephase mit mindestens 48 UStd. Unterricht (mit Diskussionen, Rollenspielen, Kleingruppenarbeit) und 12 UStd. zum angeleiteten Training von Beratungsprozessen.

  • Inhalte des theoretischen Unterrichts: Einführung in die gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase; Kenntnisse zu medizinisch-pflegerischen Sachverhalten; ethische und rechtliche Rahmenbedingungen; Kommunikation in Beratungsgesprächen; Dokumentation und Vernetzung
  • Bestandteile des Beratungstrainings: Durchführung von mindestens zwei Beratungsprozessen mit insgesamt vier begleiteten Gesprächen der angehenden Berater/innen mit anschließender Reflexion; selbstständige Vor- und Nachbereitung sowie Dokumentation der Gespräche durch die angehenden Beraterin*innen

Der zweite Teil der Weiterbildung dient der Sammlung weiterer Praxiserfahrung. Er umfasst die Durchführung von mindestens 7 Beratungsprozessen, die in der Regel innerhalb eines Jahres alleinverantwortlich geplant, vorbereitet, durchgeführt und dokumentiert werden. Dieser Praxisteil wird durch die Dozenten/innen der AWO Akademie Mitteldeutschland in Form eines organisierten Austausches der Weiterbildungseilnehmer/innen begleitet.

Unterricht

Unterrichtsort ist die AWO Akademie Mitteldeutschland, Ludwig-Hupfeld-Straße 16 in 04178 Leipzig. Die Weiterbildung findet berufsbegleitend an folgenden Unterrichtstagen jeweils in der Zeit von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr statt:

  1. Montag               07.10.2019
  2. Donnerstag         17.10.2019
  3. Montag               28.10.2019
  4. Montag               04.11.2019
  5. Donnerstag         14.11.2019
  6. Montag               02.12.2019
  7. Montag               16.12.2019
  8. individuell vereinbarte Termine zur Begleitung der Beratungsprozesse des Teils I der Weiterbildung

Abschluss

Nach dem erfolgreichen Abschluss des ersten Teils der Weiterbildung wird mit der Teilnahmebestätigung  die Berechtigung erworben, gegenüber den Krankenkassen Leistungen der gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase nach § 132g SGB V in den in laut § 1 Abs. 2 genannten Einrichtungen zu Lasten der Krankenkassen zu erbringen.

Nach dem erfolgreichem Nachweis des zweiten Teils der Weiterbildung, der Durchfühung von 7 selbstständig durchgeführten Beratungsprozessen im Zeitraum von etwa einem Jahr nach Erhalt der Teilnahmebstätigung, wird durch den Bildungsträger ein Zertifikat ausgestellt, das den Landesverbänden der Krankenkassen bzw. den Verbänden der Ersatzkassen unaufgefordert vorzulegen ist. Das Zertifikat berechtigt den Berater/die Beraterin ohne weitere Nachweise zur Erbringung von Beratungsleistungen. Wenn dieses Zertifikat nicht vorgelegt wird, gilt die Weiterbildung als nicht abgeschlossen, weitere Beratungsleistungen zu Lasten der Krnakenkassen können dann nicht erbracht werden.

Lehrgangskosten

Die Lehrgangskosten betragen 1.235,00 € / TN

Information zur Förderung der beruflichen Weiterbildung: Mit dem Weiterbildungsscheck Sachsen können Arbeitnehmer, die sich in Eigeninitiative weiterbilden wollen gemäß der ESF- Richtlinie „Berufliche Bildung“ gefördert werden. Die Förderkriterien sowie die Antragsunterlagen finden Sie unter www.sab.sachsen.de. Informationen erhalten Sie auch per Internet unter dem Suchwort “Weiterbildungsscheck Sachsen“ oder Sie wenden sich direkt an den Kundenservice der Sächsischen Aufbaubank. Telefon in Leipzig: 0341 / 3559590

Die Investitionsbank Sachsen-Anhalt bietet Ar beitnehmern und Unternehmen in Sachsen-Anhalt unterschiedliche Fördermöglichkeiten aus dem Programm des ESF und des Landes für geplante Maßnahmen der Aus-und Weiterbildung, u. a. auch Zuschüsse zur Qualifizierung von Beschäftigten. Förderkriterien und Antragsunterlagen finden Sie unter beratung@ib-lsa.de. Informationen erhalten Sie auch im Internet unter dem Suchwort “Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG“ oder Sie wenden sich direkt an die kostenfreie Beratungshotline der der IB Sachsen-Anhalt unter 0800 56 007 57 bzw. die Beratungszentren der IB vor Ort.

Infoflyer und Anmeldung

Ihre Anmeldung senden Sie bitte bis zum  09.09.2019 an die AWO Akademie Mitteldeutschland. Nach Vorlage des vollständig ausgefüllten Anmeldeformulars ist Ihre Anmeldung verbindlich. Spätere Anmeldungen sind auf Anfrage möglich.

Absage

Bei zu geringer Teilnehmerzahl oder höherer Gewalt behält sich die AWO Akademie vor, die Weiterbildung zu verschieben bzw. abzusagen. Daraus eventuell entstehende Ansprüche an die AWO Akademie sind ausgeschlossen.

 

 

 

 

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